Koh Kong ist die westlichste Provinz von Kambodscha und ist somit nicht nur direkter Nachbar von Thailand, sondern auch die Region mit der mit Abstand längsten Küstenlinie und einigen vorgelagerten Inseln. Der Tourismus entwickelt sich gerade hier rasant und hat immer mehr zu bieten. Gerade, wenn Sie als Asienspezialist alle Strände in Thailand schon gesehen haben, aber dennoch nicht auf einen Strandurlaub De Luxe verzichten wollen, bietet es sich für Sie an, Koh Kong unbedingt einen Besuch abzustatten. Aber Vorsicht! Dieser Aufenthalt kann durchaus etwas länger werden, als vielleicht geplant.Diese Strände und Inseln sind nämlich einfach zu schön, um nicht bleiben zu wollen und gehören mittlerweile mit zu den schönsten im Golf von Thailand. Aber natürlich gibt es in dieser Provinz auch nicht nur weißen Sand und Palmen mit Liegestühlen und Strandbars. Wie fast überall in Kambodscha, ist es auch hier eine helle Freude zu reisen und Land und Leute einfach kennen zu lernen.
Bis vor einigen Jahren war das hier wirklich noch der Wilde Westen – im wahrsten Sinne des Wortes. Politisch war es eigentlich mehr oder weniger Sperrgebiet, noch 1984 konnten die Brigaden der Roten Khmer die Stadt einnehmen und rühmten sich dafür, sie auch einen Tag und eine Nacht gehalten zu haben. Da die Stadt nur knapp 10 km hinter der Grenze zu Thailand liegt, ist sie heute eine echte Alternative zum Grenzübergang weiter nördlich in Poipet. Bis vor einigen Jahren jedoch war sie vor allem ein Paradies für thailändische Grenzgänger, die hier ungestört ihrer Spiel- und Wettleidenschaft nachgehen konnten. Zahlreiche Casinos und Freudenhäuser prägten das Stadtbild und die Atmosphäre. Dazu kamen Outlaws wie Drogenschmuggler oder illegale Holzfäller, die aus den malerischen Wäldern rund um die Stadt zum Amüsieren hier her kamen. Als Tourist musste man damals noch einen echten Grund finden, um sich unter dieses Völkchen mischen zu wollen.
Der Tourismus hat mittlerweile aber auch hier das Bild zugunsten einer wohligeren Atmosphäre verändert und Koh Kong Stadt bebt zwar nicht gerade vor lauter kulturellen Sehenswürdigkeiten und urbanen Aktivitäten, ist aber sicherlich einen Besuch und eine Übernachtung wert. Leider ist es für die meisten immer nur noch eine Durchfahrtsstation auf dem Weg nach Phnom Penh oder Sihanoukville oder zurück nach Ostthailand. Aber gerade das macht es ja so erfrischend, hier mal einen etwas längeren Stopp einzulegen. Es gibt ein wenig außerhalb das Koh Kong Safari World, um die Nase in die wunderbare Natur zu halten. Ebenfalls Natur pur in eindrucksvoller Kulisse gibt es im Kardamom Gebirge, am Tatai Fluss, etwa 20 km flussaufwärts von Koh Kong Stadt, gelungene Schnappschüsse samt einem erquickenden Bad in einem Wasserfall sind inklusive. Ansonsten ist das Städtchen eine gute Gelegenheit, die Kambodschaner besser kennen zu lernen, ohne dass man anderen Touristen dabei auf den Füßen steht, wie vielleicht in Siem Reap.
Schwierig, an dieser Stelle überhaupt einen Anfang zu finden – man kann die Inseln und Strände in dieser Region nur loben und es fallen einem auch fast nur Superlative dazu ein: wie Thailand vor 20 Jahren, paradiesisch, Strandurlaub, wie man ihn sich in den Tropen vorstellt, Ruhe und dennoch eine exzellente Bar-, Restaurant- und Guesthousekultur…die Liste hat kein Ende. Um es in einigen klaren Worten an dieser Stelle zusammen zu fassen: Sie müssen dorthin und nehmen sie sich unbedingt mehr als nur ein paar wenige Tage Zeit dafür, lassen Sie die Seele baumeln, wie Sie es nur an einem tropischen Strand in Südostasien tun können. Hier ist Urlaub angesagt, nachdem Sie die Tempel und Ruinen dieses fantastischen Landes gesehen haben. Nach Koh Kong und an seine Strände kommt man, wenn man mal in einer Postkartenidylle leben möchte – und wer will das auf einer Kambodscha-Rundreise verpassen? Zum Beispiel auf:
Anreise: Nach Koh Kong zu kommen, ist wirklich nicht schwer. Wenn Sie auf einer Kambodscha-Rundreise hier Halt machen wollen, kommen Sie über mittlerweile gut ausgebaute Straßen entweder von Phnom Penh, oder wahrscheinlich von Sihanoukville. Auch, wenn Sie aus Thailand über die südlichste Grenze kommen ist das kein Problem. Sie müssen dann schließlich durch diese Provinz reisen und ein kleiner Aufenthalt ist sicherlich zu empfehlen.
Schöne und gute Unterkünfte gibt es gerade an den Stränden und auf den Inseln reichlich, auch wenn sie nicht überlaufen sind. Manche sagen, diese Gegend ist eine der Regionen Südostasiens, wenn nicht der Welt, die man am besten in den nächsten 10 Jahren besucht. Danach ist davon auszugehen, dass es ein wenig überlaufen wird und das Erfrischende wird dann leider dem Pauschaltourismus gewichen sein. Auch in der Provinzhauptstadt finden Sie gute, aber meistens einfache Unterkünfte.
Die beste Reisezeit ist natürlich der Winter – was man hier so Winter nennt. Reisen Sie am besten zwischen Weihnachten und Ende Februar hier hin. Aber auch bis Mitte Mai geht es durchaus noch, wenn Sie nicht allzu empfindlich auf Hitze und Luftfeuchtigkeit reagieren. Danach, bis ca. Mitte November, kommt der Monsun und dann in Südostasien zu reisen, ist eigentlich nur etwas für Monsunromantiker, die gerne auf der Veranda sitzen und bei einem einheimischen Rum dem Regen zusehen.
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